Kosmischer Kaffee – Ab sofort gibt es ISSpresso im Weltall

Ein guter Espresso braucht Druck. 9bar und man ist auf der sicheren Seite. Ob ein guter Espresso auch auf Schwerelosigkeit angewiesen ist, konnte noch niemand bestätigen. Bis jetzt. Denn auf der internationalen Raumstation ISS wurde der erste Caffè-Automat in Betrieb genommen. Genauer, die erste ISSpresso-Maschine. Lavazza nutzte die Anmerkung eines italienischen Astronauten, dass er an Bord der ISS einen echten Espresso am meisten vermissen würden als Anlass für einen kleinen Marketingcoup und entwickelte zusammen mit den Versorgern von Argotec einen speziellen 20 Kilogramm schweren Automaten, der den Gegebenheiten im All und auf der ISS standhalten soll. Das Gerät ist nicht nur etwas  Erdenautomaten?

Der flüssige Hochgenuss fließt nicht in eine kleine Espressotasse, sondern wird in eine eigens entwickelte Zero-G-Cup gepumpt. Die Tasse nutzt  den Kapillareffekt und der Espresso der bleibt so trotz Schwerelosigkeit im Behälter. Natürlich dient die ganze Aktion dem Wohl der Wissenschaft. Das Experiment soll neue Erkenntnisse über „die passive Bewegungen von komplexen Flüssigkeiten in der Schwerelosigkeit“ erzeugen.

 

Was kompliziert klingt, meint am Ende nur, den Genuss von Getränken zu ermöglichen, ohne auf Plastikbeutel mit Strohhalm angewiesen zu sein und das Leben im All so angenehm und erdnah wie möglich zu gestalten. Für die Astronauten auf der Raumstation ist die ISSpresso-Maschine vor allem eine Möglichkeit, den Tag mit dem Duft von echtem Caffè zu beginnen. So „komplex“ sieht Luxus im Weltall aus.