Genial fies: Jan Böhmermann kapert die neue Sendung von Klaas Heufer-Umlauf

Jan Böhmermann, Late Night Berlin, Klaas Heufer-Umlauf
Ausgerechnet in der ersten Sendung „Late Night Berlin“ von Klaas Heufer-Umlauf sorgt Jan Böhmermann für die größten Lacher

Da macht man eine neue Sendung. Und zwar nicht irgendeine, sondern eine Late Night Show auf ProSieben. Und dann kommt einer von den Öffentlich-Rechtlichen und sorgt für die besten Lacher. Und das auch noch in der Werbepause. Autsch. Das muss wirklich schmerzhaft sein. Genau das ist beim Start von „Late Night Berlin“ geschehen, der neuen Show von Klaas Heufer-Umlauf. Während die Sendung selbst eher Fehlzündung als Gagfeuerwerk war (hier geht es zur ausführlichen Kritik), kaperte der ZDF Neo Magazin Royale Moderator Jan Böhmermann die Show unter dem Hashtag #WeLoveToEnterYou, ausgerechnet im Werbeblock. Touché. Das kann man im Detail gar nicht erzählen, so gut war es. Das muss man sehen. Und zwar hier:

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Wegen eines tiefen Ausschnitts gerät Jennifer Lawrence in die Kritik. Der Hollywood-Star lässt sich aber nicht beeindrucken und kontert gekonnt. 

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Neo Magazin Royale: Jan Böhmermann parodiert Youtuber Julien Bam als Adi

Julien Bam ist ein echter Star auf Youtube. Der 28-Jährige hat auf dem Video-Kanal über 4 Millionen Abonnenten. In einem seiner letzten Clips hat er sich mit dem Vorwurf auseinandergesetzt, dass er „geldgeil“ sei. Eine Anschuldigung, die er nicht auf sich sitzen lassen wollte. Bam machte seine Einnahmen in dem Video „Ich bin geldgeil, wurde von einer Firma gekauft und bin kritikunfähig“ öffentlich. Der Titel ist nicht das Einzige, was an dem Video nicht stimmt. Auch bei der Mathematik von Julien Bam hapert es etwas.

Jan Böhmermann gegen Julien Bam

Das fand auch Jan Böhmermann, der sich die Mitleidsnummer des Youtubers für seine aktuelle Folge Neo Magazin Royale geschnappt hat, in der Rolle als Führer Adi. Der Titel seines Videos: „Ich bin sieggeil, wurde von einer Partei gekauft und bin kritikunfähig“ verspricht schon viele Lachtränen. Ein Versprechen, das das Video halten kann.

Zum Vergleich gibt es hier das Original von Julien Bam:

 

So witzig gibt uns Jan Böhmermann Nachhilfe im Deutschunterricht

Es ist die letzte Ausgabe von „Neo Magazin Royale“ vor der Sommerpause. Klar, dass Jan Böhmermann sich nicht ohne eine großen Knall verabschiedet. In diesem Fall, nicht ohne eine Lektion. Für alle Schüler, die noch ihre finalen Klausuren und Abiprüfungen vor sich haben und für alle maturierten Reclam-Heft-Liebhaber da draußen, hat der ZDF-Neo-Moderator in der Reihe „Die letzte Stunde  vor den Ferien“ vier Klassiker des Deutschunterrichts – „Die Physiker“, „Effi Briest“, „Die Verwandlung“ und „Faust“ – in kurzen Clips verfilmt, also in kleinen Häppchen an unsere Sehgewohnheiten angepasst. Ein bisschen mehr Action, ein bisschen Sex, ein bisschen mehr Fluchen. Der Trailer machte schon Lust auf mehr Literatur:

Friedrich Dürrenmatts „Die Physiker“ kommt im Stil der 1960er-Kultserie „Der Kommissar“ daher, mit kettenrauchenden Schlapphüten und psychedelischem Jazz.

Theodor Fontanes „Effi Briest“  wird mit den Worten eingeleitet: „Ostdeutschland, im Jahre 1896. Das schon damals recht trostlose Brandenburg. In einer Zeit als man Feminismus noch ‚Jetzt habe dich doch nicht so‘ nannte“.

Franz Kafkas „Die Verwandlung“ trifft bei Böhmermann auf ein RTL2-Soap-Doku-Format:

Böhmermann inszeniert sich selbst als Goethe, der „Faust“ so schreiben möchte, dass man „junge Leute“ endlich wieder zurück vor die Bildschirme ins Theater holt. Auf YouTube wird der Klassiker so beschrieben:

„Faust – könnte der Titel eines neumodischen Boxfilms sein, in dem Fler und Bushido ihren Beef austragen, spielt aber im Jahr 1800 und ist ein Werk von diesem Goethe, in dem ein alter, narzisstischer Akademiker in der Midlife-Crisis mit Hilfe des Teufels ein heißes, junges Girl klarmacht. Ein bisschen wie Lugner. Für die nötige Sweetness in der Story sorgt aber nicht Mausi, Hasi, Katzi, Bambi oder Spatzi, sondern ein Pudel.“

Video von Unfall bei Böhmermann geht viral

Ein Auftritt von Comedian Florentin Will in der letzten Ausgabe vom „Neo Magazin Royal“ lief nicht ganz so ab, wie geplant: Will soll auf einem Roller ins Studio fahren, stürzt aber beim Bremsen und landet auf dem Boden. Ihm ist nichts passiert, denn er hat für etwa jeden Meter Strecke mindestens ein Stück Körperschutz angelegt.

Jan Böhmermann ist sichtlich amüsiert von der Panne und sagt: „Wir machen das einfach nochmal. Und aus dem Rest machen wir ein virales Video!“ Und genau das passierte dann auch: Bei Youtube hat die Redaktion das Video hochgeladen mit dem Titel „!HORRIBLE ACCIDENT! GERMAN TV STAR FAILS LIVE ON TV!“ – also „Schrecklicher Unfall! Deutscher TV-Star stürzt live im TV!“. Auf seinem Facebook-Account bewirbt Böhmermann es mit dem Text: „!HIER STIRBT FAST JEMAND LIVE IM DEUTSCHEN FERNSEHEN!! ZDF UND BÖHMERMANN HABEN DIESES VIDEO ZENSIERT!!!!“

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Germany welcomes Trump in his own words

 

„America has the KKK, Germany has the FKK“ – was soll man sagen – it’s true 😉 Die Holländer haben uns vor ein paar Tagen die beste Vorlage für eine ganz neue Generation von Länder-Imagefilme geboten. Und weil es nicht sein kann, dass Holland in irgendetwas gewinnt, muss Deutschland nachziehen. Das Neo Magazin Royale steigt für uns in den Ring mit „Germany welcomes Trump in his own words“  (Das Deutschland-Promo-Video à la Trump startet bei 1:46 Minute)

Natürlich darf man die Böhmermann-Version von Neo Magazin Royale nicht sehen, ohne das Vorbild zu kennen. Das Video „The Netherlands welcomes Trump in his own words“ wurde auf Youtube und Facebook bereits von über 74 Millionen Menschen angesehen. Ob wir eine Chance haben, die Holländer  zu schlagen? Das Böhmermann-Video konnte bereits innerhalb eines Tages über 200.000 Views einsammeln.

Und weil es so gut ist, gibt es natürlich auch ein „Teens react to“-Video zum Original aus den Niederlanden.

Dass das nicht die letzten Videos sein dürften, ist klar. Auf der Seite mit dem zweideutigen Titel EverySecondCounts.eu kann man sehen, welche Länder sich schon um den zweiten Platz hinter „America first“ mit einem eigenen Trump-Sprech-Video beworben haben.

Inzwischen hat es auch Österreich geschafft.

Slovenien bewirbt sich um Platz 2 auf dem Siegertreppchen.

Clever! Kroatien hat verstanden, dass nicht alle den zweiten Platz haben können und bewirbt sich um Platz 3.

Sogar Marokko ist mit dabei

Der Trend zum PR-Video à la Trump geht aber weiter, neben einzelnen Ländern bewerben sich jetzt auch Regionen bei Präsident Donald Trump.

Ostfriesland ist dabei – wie es aussieht kann Trump aber kein plattdeutsch oder das Budget wurde durch die Drohnenflüge aufgebraucht – das Video muss ohne Ton auskommen.

Das Fan-Video für Baden-Würtemberg ist, nun ja, gute Parodien können sie scheinbar auch nicht.

Auch die Schweiz möchte gerne auf Platz 2 mit ihrer eigenen Version.

Dänemark möchte auch gern zweiter sein.

Portugal ist inzwischen dabei.

Italien mischt mit.

Belgien reiht sich in die Riege ein.

Genauso wie Litauen.

Ob Donald Trump überhaupt weiß, wo Moldavien liegt?

Auch Litauen setzt auf eine engere Partnerschaft mit den USA.