Mit Viral-Hit zum Internet-Star: Das ist Mr. T aus Ostfriesland

Dieses Video muss man zweimal sehen, mindestens. Nicht nur, weil man nicht glauben mag, was man da sieht: Da steht ein Berg von einem Mann mit dicken Ketten um den Hals. Alles erinnert schwer an Mr. T aus der 80er-TV-Serie „A-Team“. Nur im Hintergrund steckt ein Traktor im Acker fest. Man muss auch ganz genau hinhören. Denn der Mann ist Erntehelfer und beschreibt seine Misere in bestem Plattdeutsch snackt platt.

Der Facebook-Post und die Kombination machte Keno Veith über Nacht zu einem echten Internet-Star. Das Video hat inzwischen über 600.000 Views eingesammelt. Keno, der sich auf dem sozialen Netzwerk selbst De Schwatten Ostfrees Jung“ nennt, hat es mit der Geschichte von den Regionalnachrichten bis in die Bild-Zeitung geschafft. Nach dem Erfolg auf Facebook hat Veith inzwischen einen Youtube-Kanal eröffnet. Uns beschleicht da das unbestimmte Gefühl, dass wir in Zukunft noch mehr von Keno und seinen Abenteuern sehen werden. So, und jetzt zweimal hingehört!

Hochzeits-DJ aus der Hölle: „… oder für immer schweigen“

„Drum prüfe, wer sich ewig bindet“, sagt der Volksmund. Und weil der grundsätzlich weise ist, sollte man auf ihn hören – gerade und erst recht, wenn eine Hochzeit ansteht. Nein, wir meinen nicht Partnerwahl. Wir meinen die Wahl des Hohzeits-DJs. Wer da nicht ordentlich geprüft hat vorher, kann nämlich am „schönsten Tag des Lebens“ eine schöne Überraschung erleben. Vor dem Klick aufs Bild unbedingt Boxen aufdrehen!

ClickHochzeit

„You had one job!“, möchte man dem USB-Stick-Operateur mit dem Samba-Faible an den Kopf werfen. Da loben wir uns doch die vielen Live-Mucker, die den Hochzeitsmarsch mal so richtig versemmeln. Was da scheitert, das ist wenigstens noch echtes Handwerk.

#FreeTheNipple: Schablonen der Gleichberechtigung

Putin, hoch zu Ross, mit nacktem Oberkörper und stolzgeschwellter Brust: läuft. US-Comedian Chelsea Handler oben ohne in der gleichen Pose: ein Fall für die Zensur. An der Brustwarze scheiden sich die digitalen Geister. Für viele Plattformen im Netz stellt die Darstellung von weiblichen Nippeln einen Verstoß gegen ihre Richtlinien dar. Fotos dieser Art werden von Facebook und Instagram umgehend gelöscht. Männer hingegen können ihre Brust im Netz ganz ungestört präsentieren. Ein herber Rückschlag für die Gleichberechtigung von Mann und Frau, fand die kanadische Künstlerin Micol Hebron und teilte im vergangenen Jahr bei Facebook eine Bastelanleitung: „Wenn ihr Oben-ohne-Fotos von Frauen posten wollt, benutzt bitte diese Schablone eines gesellschaftlich akzeptierten männlichen Nippels, um den anstößigen weiblichen Nippel zu verdecken.“

#FreeTheNipple

Quelle: Facebook

In den vergangenen Tagen hat Hebrons #FreeTheNipple-Kampagne ihren Höhepunkt erreicht. Um gegen die diskriminierenden Richtlinien von Sharing-Diensten wie Instagram zu protestieren, stellten etliche Nutzer Schablonen-Fotos ins Netz. Diese werden – wie die Brustwarzen stillender Mütter – von den Anbietern nicht gelöscht. Schon 2014 verteidigte Kevin Systrom, CEO von Instagram, den Umgang seines Unternehmens mit Nacktheit: Sein Ziel sei es, das soziale Netzwerk zu einem möglichst sicheren Ort für Teenager und Erwachsene zu machen.

Viele Nutzer sehen in dieser Praxis jedoch eine Diskriminierung des weiblichen Körpers. Freizügige Stars wie Rihanna und Miley Cyrus protestieren schon länger gegen die Zensur von Facebook und Instagram. „Orange Is the New Black“-Darsteller Matt McGorry entdeckte kürzlich den Feministen in sich und stellte ein Bodybuilding-Foto von sich ins Netz – mit den Brustwarzen von Miley Cyrus und US-Model Chrissy Teigen.

Hi. This is a photo of me from my bodybuilding years, circa 2010. And these are the nipples of @mileycyrus and @chrissyteigen (I hope you don't mind me borrowing them!) from their Instagram posts that were removed due to the dangerousness of their visible female nips. Can’t you tell by how perverse my photo has become without my asexual male nippies? Sarcasm. If you're new to the #FreeTheNipple movement (like I am!) let me tell you what I think I understand about it. The banning of women's nipples may sound normal or even inconsequential as you think, "well, women's nipples are more sexual than men's nipples”. But that’s not some scientific fact. It’s because of how our society so heavily sexualizes women. And it should be up to the individual woman to decide if she wants to show them, just like men have the choice. Part of the stand of #FreeTheNipple is about the right of women to claim what their breasts and nipples mean to THEM, and not have that be defined by how men and much of society decides what their boobies mean. At this point, if you’re still clinging to the notion of “well, that’s just the way it’s been,” then you might reconsider thinking of yourself as a rational and progressive person. If you have breasts, you might think, “I’m not interested in showing my niplets on social media or in public,” in which case you should feel free to keep ‘em swaddled! But shouldn’t you support the freedom of CHOICE of the INDIVIDUAL woman to do this even if YOU don’t want to? Like, even if you’d never be interested in joining a protest, wouldn’t you think it’s important to have the CHOICE to be able to legally protest, if one so chooses? The answer is yes. You might be thinking to yourself, there are way more important issues out there than women being able to expose their bumpy buttons whenever men can. But it’s not just about getting an even tan; it’s one piece of the puzzle of creating deep change in the way our society objectifies women and creates these different standards for men and women (and other genders). At the heart of it, it’s simply about gender equality and equal rights. – #FreeTheNipple and photoshop newbie

A photo posted by Matt McGorry (@mattmcgorry) on

Doch nicht alle Plattformen sind so prüde wie die Unternehmen des Zuckerberg-Imperiums. Twitter mutet seinen Nutzern den Anblick nackter weiblicher Brüste durchaus zu, weshalb der Kurznachrichtendienst auch zu einem Hort des Protestes in der #FreeTheNipple-Kampagne wurde. Im Frühjahr 2014 lief Scout Willis, Tochter von Demi Moore und Bruce Willis, oben ohne durch New York. Und postete ein Bild ihres Spaziergangs auf Twitter. Für Instagram war das zu viel nackte Haut.

https://twitter.com/Scout_Willis/status/471420788872982528/photo/1