Like a King: Kevin-Prince Boateng startet Karriere als Rapper

Früher war es ja so: Wer gemodelt hat, war Model. Wer geschauspielert hat, war Schauspieler. Wer gesungen hat, war Sänger. Und wer Fußball gespielt hat, war eben Fußballer. Das hat sich mittlerweile verändert. Unter anderem durch die sozialen Medien, gilt heute beinahe jeder halbwegs bekannte Person mit einem Instagram-Account auch als Influencer.

Stefanie Giesinger zum Beispiel – Model und Influencer – taucht jetzt in dem Kino-Film „Asphaltgorillas“ auf. Und Kevin Prince Boateng, eigentlich Fußballer, hat jetzt ein offizielles Musikvideo releast – zu seinem ersten eigenen Rap-Song.

In „King“ rappt Boateng, der gerade von Eintracht Frankfurt zum italienischen Erstligisten Sassuolo Calcio gewechselt ist, von seinem Leben als Fußball-Star, wie die Sportler es auf den Social-Media-Kanälen propagieren. Es fallen Sätze wie „Trophies shine“ und „Never feeling pressure, only getting better“

In seinem Musikvideo spielt Kevin-Prince Boateng mit den klassischen Statussymbolen des Hip Hop: Bling-Bling-Uhren, Pool, Mercedes Benz: „Live my life like a king, live it with no pressure.“

Um den Hals trägt er Silberkettchen und mehrere glitzernde Ringe an den Händen. Das Hawaii-Hemd wird, wie es der Trend derzeit verlangt, offen getragen, während Sätze wie „I got love for the fam and got love for the haters“ fallen – ein klassisches Motiv aus dem Hip Hop.

Für den Rest seines Outfits setzt der Mittelfeldspieler auf unübersehbare Marken-Teile – angefangen bei den Vapormax Flyknit Sneakern aus der Off White x Nike „The Ten“-Kollektion bis hin zu Jacken von Louis Vuitton und dem rosaroten Gucci-Shirt. Auch sein Künstlername passt sich an die klassischen Rap-Strukturen an: Der selbsternannte „King“ kommt mit gleich zwei Dollar-Zeichen im Namen: „Prin$$ Boateng“- ebenso wie A$AP Rocky und Travi$ $cott.

Mit „King“ ist Prince Boateng der dritte und letzte seiner Brüder, der ins Hip Hop Geschäft einsteigt. George Boateng debütierte bereits 2015 mit seinem Album „Gewachsen auf Beton“. Darauf folgte Jérôme Boateng 2018 mit seinem WM-Song „Mannschaft.“