„Least Trusted“: Fox News blamiert sich selbst

Eigentor deluxe: Der erzkonservative, Tump-nahe US-Fernsehsender Fox News zeigte eine Statistik, in der der Sender selbst denkbar schlecht wegkommt. Fast mochte man meinen, dass der reißerische TV-Kanal plötzlich objektive Berichterstattung betreibt, aber nein – es handelte sich um ein Versehen.

#MediaBuzz ist eine Medienkritik-Show, die beim wohl kritikresistentesten Nachrichtenkanal Fox News ausgestrahlt wird. Am vergangenen Sonntag sprach der  Moderator Howard Kurtz über eine neue Studie der Monmouth University in New Jersey über Fake-News in den Medien. (Wir erinnern uns: Der Begriff „Fake-News“ und Fake-News an und für sich haben sich erst seit Donald Trumps Wahlkampf in unser Nachrichten- und Alltagsleben eingeschlichen.)

Dann kam es jedoch zu einem Regiefehler: Statt den Studienergebnissen wurde ein Schaubild eingeblendet, auf dem zu sehen ist, welchem Nachrichtensender die Befragten am meisten vertrauen. Dabei kam Fox News nur abgeschlagen mit 30 Prozent auf den letzten Platz der drei großen US-Nachrichtensender (CNN: 48 Prozent, NBC: 45 Prozent). Der Moderator bat schnell und bestimmt, diese Grafik bitte zu entfernen, die wäre die falsche. Fake-News und so.

Später wurde genau diese Grafik noch einmal eingeblendet: Wem vertrauten die Befragten mehr – den Nachrichtensendern oder Präsident Trump? Wenn man der Erhebung glaubt, traut in den USA niemand niemandem.

Irgendwie wünschen wir uns, dass der Mitarbeiter, der Trumps heiß geliebten Twitter-Account *versehentlich* für elf Minuten gesperrt hat, jetzt bei Fox News in der Regie angeheuert hat. For real.