Dad-Bod-Cool

Wenn Palina Rojinski den Dad Bod besingt, freut sich nicht nur Olli Schulz. Alle Männer, die seit der Entdeckung der Speckigkeit Mitte letzten Jahres ihr kleines Bäuchlein gezüchtet haben, können jetzt endlich sagen: Ich hab’s gewusst. Das viele Bier und das fette Essen zahlen sich aus. Oder wie wir in Bayern sagen: „Da steckt viel Geld drin.“ Nein, wir wollen nichts davon wissen, dass das, was Palina da singt, Ironie sein könnte. Wir halten fest an unserem Dad Bod. Bis zur nächsten Fitness-/ Vegan-/ Paleo-Welle, die wir endlich getrost ignorieren können. Denn wir wissen: Heiße Frauen stehen auf Dad Bods. Und das ist alles, was wir zu diesem Video wissen müssen.

 

Logisch! Til Schweiger bekommt seine eigenen Facebook-„Reactions“

Endlich können auch deutsche Facebook-User mit Hilfe der neuen „Reactions“-Buttons ihre Gefühle besser ausdrücken. Ein „Daumen hoch“ fühlte sich ja in manchen Fällen ungefähr so angenehm an, wie sich auf eine noch vom Vorgänger popowarme Klobrille zu setzen. „Dirk Bach ist tot! Ich liebte diese Witzkugel!“ Daumen hoch? Nja, irgendwie, ach, orrr. Damit ist jetzt Schluss: Von Liebe bis Hass lassen sich ab sofort alle sechs Gefühle ausdrücken, die eine Durchschnittsseele so hat.

Was jetzt noch fehlt, sind die Promi-„Reactions“. Kim Kardashian hat ja schon ihre Popo-Emojis. Warum also nicht auch auf Facebook die Gefühle ausdrücken mit dem Hinterteil? Uns fallen da auf Anhieb eine Menge berühmte Emotionsvorbilder ein, die wir dafür gerne hernehmen würden. Aber den Anfang machen muss natürlich Til Schweiger, der Sensei des Mimenspiels.Schweiger_Reactions[1][2]

Gut geknurrt, voll gewonnen

Mürrische Menschen mag niemand so recht in seiner Nähe haben. Anders ist das bei schlecht gelaunten Tieren. Mit einem grimmigen Gesichtsausdruck werden die zu Internet-Helden und bescheren vor allem Herrchen und Frauchen ein Lächeln aufs Gesicht ob des Reichtums, das das meist sehr hässliche Haustier plötzlich einspielt. Jüngstes Beispiel: Ein (angeblich) sprachbegabter Kakadu, dessen Wortschatz sich vor allem auf das F-Wort beschränkt. Ergebnis: Knapp 1,5 Millionen Abrufe in nur 3 Tagen.

Ähnlich mürrisch zeigt sich Earl the Grump. Allerdings völlig ohne Worte. Damit unterhält der Puggle seine 31.500 Instagram Follower – gerne auch in albernen Kostümen. Aber jetzt mal im Ernst: Wenn man Ihnen sowas aufsetzen würde, würden Sie nicht auch schlechte Laune bekommen?

Besonders unbeeindruckt zeigt sich auch Mr. Smoosh. Die 11 Jahre alte Katze aus Indiana hat nicht nur 11.200 Instagram-Follower, sondern auch ihre eigenen Merchandise-Artikel. Ein Grund zur Freude scheint das trotzdem nicht zu sein.

A new hat for smoosh

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Kennen Sie das? Wenn Sie in einem Club stehen und es wird immer nur Ihr bester Freund angeflirtet? So geht es Lucy. Kein Wunder, dass Sie notorisch schlecht gelaunt ist. Ihre einzige Freude im Leben: Wassermelonen-Eis mit Chilli drauf. Sagt der Instagram Account. Und der hat immerhin über 18.000 Follower.

Let me tell you about my best friend 🎶

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Alles, was Sie bis jetzt in dieser Liste gesehen haben, ist nett. Aber eine Katze schlägt sie alle mit ihrer schlechten Laune. Die Rede ist natürlich von Grumpy Cat. Die hat nicht nur 1,3 Millionen Follower auf Instagram, sondern ist auch über die Grenzen des sozialen Netzwerks bekannt – durch lukrative Werbedeals zum Beispiel. Sogar Bücher hat die geschäftige Katze geschrieben. Und wer weiß, vielleicht schafft sie es mit ihrem eigenartigen Aussehen ja irgendwann zum Präsident. Donald Trump kann es ja womöglich auch.

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Kendrick Lamar feiert Grammy Nominierungen in Compton

Fast hätte Kendrick Lamar der Legende Michael Jackson das Wasser gereicht. Fast. Es sind nicht 12 Grammy-Nominierungen wie 1984 für „Thriller“ geworden, aber immerhin eine weniger. Mit „To Pimp A Butterfly“ stemmte Kendrick vergangenes Jahr ein meisterhaftes Album in den Erdboden, das genreübergreifend Kritiker überzeugte und eine Wirkung auf die afroamerikanische Popkultur hatte, wie schon lange keine Platte mehr. In Compton, wo er geboren und aufgewachsen ist, feiert er ganz ungleich aller Pop-Diven mit den normalen Menschen – zu sehen in einem neuen Kurzfilm, der eine Hommage ist. An den 100.000-Mann-Stadtteil in Los Angeles, der als gefährlichster sozialer Brennpunkt Nordamerikas gilt. Wo die zwei brutalsten Straßengangs der Welt – Crips und Bloods – ihren Ursprung haben. Trotzdem und gerade deshalb ist Compton seit den 1980ern eine Brutstätte musikalischer Kreativität, die ihresgleichen sucht. Nach Dr. Dre, Ice Cube, Eazy-E und The Game ist es nun Kendrick Lamar, der die Fackel weiterträgt. Am 15. Februar wird er um die Trophäe „Album des Jahres“ unter anderem gegen Taylor Swift antreten müssen – und wahrscheinlich verlieren.

Bart-Art – The Gay Beards

Irgendwie hat sie ja schon einen Bart, die Bart-Kunst. Immer wieder wird man überflutet mit Bildern von Männern, die wohl nichts anderes zu tun haben, als sich lustige Dinge in den Bart zu stecken. Zwei Jungs, die haben daraus sogar einen Instagram Account gemacht. Brian Delaurenti und Jonathan Dahl versuchen seit 2013, dort ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Was die sich alles in den Bart stecken sieht jedoch nicht nur bunt aus. Es ist auch ein Stück Sozialkritik.

Wenn sie zum Beispiel mit ihrem Bart auf die negativen Folgen der Kommerzialisierung von Weihnachten hinweisen.

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Oder zum Klimaschutz aufrufen.

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Wenn sie für LGBT-Rechte einstehen.

 

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Oder für mehr Kreativität in der Gesellschaft werben.

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So ist der Blog also nicht nur kindliche Fixierung. Letzten Endes ist er aber vor allem eins: eine Ode an das beste und tollste Stück des Mannes, das wir tagtäglich zelebrieren sollten. Gerne auch mit viel Glitter.

Schön von hinten

Jedem Jahrzehnt seinen Körperkult. Während die Männer der 90er dank Pamela Anderson und Co. wie verzückt waren von möglichst prallen Brüste, die jeglicher Schwerkraft trotzten, ist es in den Zehnerjahren dank Kim Kardashian zu einem wahren Revival der weiblichen Rückseite gekommen. Frei nach dem Stereo-Total-Gassenhauer „Du bist schön von hinten“ posieren Frauen neuerdings gerne mit dem Rücken zur Kamera. Natürlich nur, wenn sie nicht gerade ein Selfie von sich machen. Und weil das von hinten bekanntlich auch schwierig ist, müssen Profis ans Werk. So wie hier, beim Bikini BTS Shoot der amerikanischen Energy-Drink-Marke Monster. Die haben ihren Job auch durchaus ernst genommen, und die Hintern dieser Damen besonders schön in Szene gesetzt. Mit Fischen. Am Strand. Vor einer Yacht. Danke, Monster. Sonst wäre uns das womöglich noch entgangen. Apropos. Fische? War da was?

Design-Leuchte

Was würden Zaha Hadid, Dieter Rams und Issey Miyake tun, wenn sie die Aufgabe bekommen würden, das berühmte Lichtschwert aus Star Wars neu zu designen? Diese Frage haben sich die Kreativköpfe der Y-Studios gestellt. Sie haben analysiert, Designmerkmale verglichen und etwas geschaffen, das ebensogut aus der Feder dieser berühmten Designer stammen könnte: ein Lichtschwert, das in seiner Neuinterpretation zu einem echten Designklassiker wird.

Ausfahrt: Silverstone

Sie pflastern die Kinderzimmer kleiner und großer Jungs: Hybride Supersportwägen wie der McLaren P1 oder der Ferrari LaFerrari. Während kleine Jungs noch träumen, gibt es immer wieder große Jungs die sich den Traum erfüllen, eines dieser PS-Geschosse zu fahren. Für einen Tag versteht sich – wenn sie Glück haben. Rennfahrer Mat Jackson hatte Glück. Er durfte gleich drei der Supersportwägen seiner Träume über den Asphalt von Silverstone jagen: den McLaren P1, den Ferrari LaFerrari und den 918 Spyder. Einziges Kommentar: Es hat ihm ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert. Der wahre Gewinner dieses Track Shootouts ist jedoch ein anderer: Paul Bailey. Der englische Multi-Millionär ist nämlich der Besitzer dieses göttlichen Dreigestirns am Supercar-Himmel. Der Porsche und der Ferrari wurden übrigens am selben Tag gekauft. Man gönnt sich ja sonst nichts.

https://youtu.be/zUPfLHPUelE

Moderner Design-Tod

Es treibt einem schier die Tränen in die Augen. In der bayerischen Landeshauptstadt wird der Denkmalschutz so peinlich genau gepflegt, dass gefühlt nicht mal ein Blumentopf platziert werden darf, wenn er das Gesamtbild stört. Und in Japan? Da wird einfach so ein Designjuwel abgerissen, das wie kein anderes für den japanischen Minimalismus steht: das Hotel Okura in Tokyo.

Die Moderne hat die Moderne überrollt. Und so soll Platz gemacht werden für einen monströsen, gesichtslosen Hotelbau, der wohl in keinster Weise an das herankommen wird, was im Hotel Okura geschaffen wurde. Pünktlich zum 31. August 2015 schloss das Grand Hotel, in dem Präsidenten, Könige, echte und musikalische Prinzessinnen residierten, seine hübsch designten Shoji-Papier-Türen. Zuvor hatten sich Designer aus der ganzen Welt für den Erhalt des Hotel Okura ausgesprochen, das 1962 von Architekt Yoshiro Taniguchi gebaut wurde und auch heute eine Vielzahl an japanischen Kunstwerken in sich vereint hat. Einen Überblick darüber gibt jetzt das Monocle Magazine, das das Okura ein letztes Mal besucht hat.

Sayonara, Okura!

Ähnlich ikonisch wie das Hotel Okura ist auch das TWA Terminal des J.F.K. Flughafens in New York. 1962 vom finnischen Architekten und Designer Eero Saarinen gestaltet, ist das Terminal heute eine Art Zeitmaschine in eine bessere, schönere Designvergangenheit. Und weil auch hier die Moderne nicht mehr modern ist, wurde das Terminal bereits 2001 geschlossen und soll künftig ein Designhotel beherbergen. Ob und wie das Hotel an alte Zeiten anknüpfen will, ist auch heute noch ungewiss. Doch bevor es soweit ist und die Arbeiten für das Boutique Hotel beginnen, hat Curbed noch einen letzten Blick in die Flughafenikone riskiert.

Väter, Dutts und Zauberschlösser

Wer interessiert sich heute noch für Rapunzel und ihr langes Haar? Die Grimm’schen Schönheitsideale sind so staubig wie das Turmzimmer der jungen Gefangenen. Es ist 2015, Geschlechtervorurteile sind auf dem Rückzug, und der begehrteste Haarschopf im Märchenreich gehört heute längst den Männern. Dies belegt der Instagram-Account @manbunsofdisneyland, dessen Macher unter dem gleichnamigen Hashtag Fotos von Gästen des Vergnügungsparks Disneyland sammeln. Dabei interessieren sie sich jedoch nicht für irgendwelche Parkbesucher, sondern ausschließlich für Männer, die ihre langen Haare zu einem Dutt binden.

Die mit einem Knoten gebändigte Männermähne liegt im Trend, ein Symbol für selbstbewusste Männlichkeit jenseits von Stereotypen. Dieses neue Rollenbild feiert @manbunsofdisneyland in einem Reigen von Bildern. Männer mit Rucksack, Männer mit Essen, Männer mit Frauen. Aber vor allem tiefenentspannte Väter mit Haarknödel auf dem Kopf und Baby im Arm. Traumhafte Männer vor traumhafter Kulisse. Der Dilf, modernes Sexsymbol und Fetisch aus der schönen neuen Welt des Internets, der sexuell begehrenswerte Vater als männlicher Wiedergänger der Milf, der „Mom I’d Like to Fuck“. Die gütigen, langhaarigen Männer und die heile Welt des Kinderparadieses. Zwei Sehnsüchte finden hier zusammen. #manbunsofdisneyland ist eine Liebeserklärung an den Vater, an den Mann, der sich selbst nicht immer ganz so ernst nimmt. Kein besserer Ort für diese kleine romantische Schwärmerei als das Märchenreich von Disneyland.

This guy has been spotted once again! #manbun #mun #manbuns #dca #disneyland #manbunsofdisneyland

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@ma_olson's #manbun vs the Sword in the Stone 😝 #mun #manbuns #disneyland #dca #manbunsofdisneyland

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